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PPWR 2030 – Was die EU-Verpackungsverordnung für die Lebensmittellogistik bedeutet

Die Uhr tickt – und für viele Unternehmen tickt sie schneller, als sie denken. Am 12. August 2026 tritt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft. Sie ist eine Verordnung, keine Richtlinie. Das heißt: Sie gilt unmittelbar in allen Mitgliedstaaten, ohne Umweg über nationales Recht. Für die Lebensmittellogistik bringt die PPWR konkrete Konsequenzen. Wer 2030 noch auf Einwegtransportverpackungen setzt, wird in vielen Bereichen die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr erfüllen. Wer jetzt umstellt, hat dagegen Zeit und einen klaren Vorsprung. Der Beitrag fasst zusammen, was die Verordnung wirklich vorschreibt, was sich für die Lebensmittelbranche ändert und wie Mehrweg-Pooling als Lösung schon heute funktioniert.

Was ist die PPWR?

Die offizielle Bezeichnung lautet: Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Sie ersetzt die alte Verpackungsrichtlinie 94/62/EG, die mehr als 30 Jahre den Rahmen für Verpackungen in Europa gesetzt hat.

Im Kern verfolgt die Verordnung drei Ziele:

  • Vermeidung von Verpackungsabfällen (Reduktion der pro-Kopf-Abfallmenge gegenüber 2018)
  • Wiederverwendung statt Einweg (verbindliche Quoten für bestimmte Verpackungsformen)
  • Recyclingfähigkeit und Kreislaufführung (Designvorgaben und Mindestrezyklatanteile)

Die Verordnung folgt dabei der EU-Abfallhierarchie: Erst vermeiden, dann wiederverwenden, dann recyceln. Damit setzt sie das Prinzip der Kreislaufwirtschaft erstmals als Pflicht für Verpackungen um, statt es nur zu empfehlen.

Wer ist betroffen?

Die PPWR richtet sich an alle Wirtschaftsakteure, die Verpackungen in der EU in Verkehr bringen oder verwenden. In der Praxis sind das:

  • Hersteller von verpackten Produkten
  • Verpacker und Abfüller
  • Importeure und Distributoren
  • Händler und Endvertreiber (B2C)
  • Logistikdienstleister und Pooling-Partner

Für die Lebensmittellogistik bedeutet das: Wer Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Geflügel, Backwaren oder Trockenwaren in irgendeiner Form bewegt, produziert, transportiert, lagert oder verkauft, ist betroffen.

Die wichtigste Änderung für die Lebensmittellogistik: Wiederverwendungsziele für Transportverpackungen

Hier liegt der Hebel, der die Branche am stärksten verändern wird. Artikel 29 der Verordnung legt für Transportverpackungen drei klare Pflichten fest – alle gültig ab dem 1. Januar 2030:

Pflicht 1 · Mindestquote 40 % (Artikel 29 Absatz 1)
Wer Paletten, klappbare Kunststoffkisten, Schalen, Großpackmittel, Kübel, Fässer oder Kanister zur Beförderung von Produkten in der EU verwendet, muss ab 2030 mindestens 40 % davon in wiederverwendbaren Verpackungen innerhalb eines Wiederverwendungssystems einsetzen. Ab 2040 soll dieser Anteil auf 70 % steigen.

Pflicht 2 · Standortübergreifender B2B-Transport (Artikel 29 Absatz 2)
Wer Produkte zwischen verschiedenen eigenen Standorten oder zwischen verbundenen Unternehmen / Partnerunternehmen transportiert, muss ab 2030 sicherstellen, dass diese Verpackungen wiederverwendbar sind. Hier gibt es keine 40-%-Quote – es gilt die volle Pflicht.

Pflicht 3 · B2B-Transport innerhalb desselben Mitgliedstaats (Artikel 29 Absatz 3)
Auch wenn ein Unternehmen Produkte an einen anderen Wirtschaftsakteur innerhalb desselben Mitgliedstaats liefert, müssen die Transportverpackungen ab 2030 wiederverwendbar sein.

Was bedeutet das praktisch?

Für viele Lebensmittelhersteller heißt das: Die Mehrzahl ihrer Transportwege fällt unter Pflicht 2 oder 3. Das nationale Distributionsnetz, die Lieferung an den Großhandel, die Standortverbindungen innerhalb des Konzerns. All das muss bis 2030 auf Mehrwegtransportverpackungen umgestellt sein. Die 40-%-Quote nach Pflicht 1 ist eher die Mindestmesslatte, nicht das eigentliche Schwergewicht.

Ausnahmen

Die Verordnung sieht klare Ausnahmen vor:

  • Beförderung gefährlicher Güter (Richtlinie 2008/68/EG)
  • Maßgefertigte Verpackungen für Großmaschinen und Spezialrohstoffe
  • Flexible Verpackungen in direktem Kontakt mit Lebens- oder Futtermitteln
  • Pappe-/Kartonkisten (für diese gilt die Quote ausdrücklich nicht)

Letzteres ist besonders bemerkenswert: Pappkartons sind von der Wiederverwendungspflicht ausgeschlossen. Wer also auf Pappe setzt, fällt zwar nicht unter Artikel 29 – aber bekommt parallel die Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Mindestrezyklatanteil und Abfallvermeidung zu spüren. Die PPWR macht Karton damit nicht zur einfachen Ausweichlösung, sondern lenkt den Druck nur an anderer Stelle aus.

Weitere zentrale Anforderungen der PPWR

 Recyclingfähigkeit ab 2030 verpflichtend (Artikel 6)

Alle in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen recyclingfähig sein. Ab dem 1. Januar 2030 dürfen Verpackungen nur dann in Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Leistungsstufen A, B oder C bewertet sind. Ab 2038 sind sogar nur noch die Stufen A oder B zulässig.

Mindestrezyklatanteil in Kunststoffverpackungen (Artikel 7)

Ab 1. Januar 2030 müssen Kunststoffverpackungen folgende Mindestanteile an wiederverwertetem Material aus Verbraucher-Kunststoffabfällen enthalten:

  • 30 % bei kontaktempfindlichen Verpackungen mit PET als Hauptbestandteil (außer Einweggetränkeflaschen)
  • 10 % bei kontaktempfindlichen Verpackungen aus anderen Kunststoffen
  • 30 % bei Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff
  • 35 % bei allen anderen Kunststoffverpackungen

Ab 2040 steigen diese Quoten auf 50 / 25 / 65 / 65 Prozent.

Verringerung von Verpackungsabfällen (Artikel 43)

Jeder Mitgliedstaat muss die pro-Kopf-Verpackungsabfälle gegenüber 2018 reduzieren:

  • Bis 2030: mindestens 5 %
  • Bis 2035: mindestens 10 %
  • Bis 2040: mindestens 15 %

Berichterstattung wird Pflicht (Artikel 31)

Ab dem Kalenderjahr 2030 müssen Wirtschaftsakteure, die unter die Wiederverwendungsziele fallen, jährlich der zuständigen Behörde berichten. Wer die Quoten nicht nachweisen kann, hat ein Problem – nicht nur intern, sondern auch öffentlich, denn die Berichte werden veröffentlicht.

Was bedeutet die PPWR konkret für die Lebensmittellogistik?

In der Praxis stehen Unternehmen der Lebensmittelbranche vor fünf zentralen Herausforderungen:

  1. Umstellung des B2B-Transports auf Mehrweg. Standortverbindungen und nationale Belieferungen müssen wiederverwendbar abgewickelt werden – ohne Quote, sondern als Pflicht.
  2. Hygiene und Lebensmittelechtheit. Mehrweg-Kunststoffbehälter müssen die strengen Anforderungen der Lebensmittellogistik erfüllen – inkl. zertifizierter Reinigung und gleichbleibender Qualität.
  3. Datenbasis und Berichterstattung. Ab 2030 ist Reporting Pflicht. Wer keine Tracking- und Datengrundlage hat, bekommt ein operatives Problem.
  4. Material- und Designanforderungen. Recyclingfähigkeit und Mindestrezyklatanteile betreffen jedes verwendete Verpackungsmaterial.
  5. Vorlaufzeit. Bei 2030 als Stichtag bleibt rein operativ kaum mehr als drei bis vier Jahre Zeit – zu wenig, um in Panik umzustellen, gerade noch genug, um in Ruhe zu planen.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Schritt 1 · Bestandsaufnahme
Welche Verpackungen kommen aktuell zum Einsatz? Welche davon fallen unter Artikel 29 Absatz 1, 2 oder 3? Eine ehrliche Inventur ist die Basis jeder weiteren Entscheidung.

Schritt 2 · Quoten-Check
Wie groß ist der Anteil der Transportverpackungen, der unter die strikten B2B-Pflichten fällt? Erfahrungsgemäß sind das in der Lebensmittelbranche deutlich mehr Wege, als auf den ersten Blick erkennbar.

Schritt 3 · Pilotprojekte starten
Wer 2026/2027 mit Mehrwegumstellungen beginnt, hat bis 2030 vier Jahre Zeit, Prozesse zu erproben, Lieferanten zu integrieren und intern zu lernen. Ein Pilot in einer abgegrenzten Region oder Produktkategorie ist der ideale Einstieg.

Schritt 4 · Datengrundlage schaffen
Tracking, Smart Labels, digitales Reporting – wer die Datenbasis erst 2029 aufbaut, hat 2030 noch keine belastbaren Zahlen für die Berichterstattung. Wer sie 2026 aufbaut, kann ab 2030 fristgerecht melden.

Schritt 5 · Pooling-Partner einbinden
Mehrweg funktioniert nur als System. Wer einen erfahrenen Pooling-Partner an Bord hat, muss die Logistik nicht selbst aufbauen, sondern kann sich auf das Kerngeschäft konzentrieren.

 

Wie WBG Pooling die PPWR-Compliance heute schon abdeckt

Unser System ist genau darauf ausgelegt, was die PPWR ab 2030 fordert. Konkret bedeutet das:

PPWR-Ready-Produkte

  • Standardisierte Mehrweg-Behälter (Foldable Crates 6411, 6415, 6418, 4315 etc.) und Palettenboxen (BigBox 1000) – mit Industrie- und Euromaßen, geeignet auch für automatisierte Lagerstandorte
  • Cradle-to-Cradle-Zertifizierung für die wichtigsten Produktlinien (BigBox 1000 red/grey/green Silber, Foldable-Crates-Black Serie, L1/L3 Logistic Pallets light blue Bronze)
  • Hunderte Umläufe pro Behälter – jeder Kreislauf ersetzt ein Vielfaches an Einwegverpackung

Europaweites Pooling-Netzwerk

  • Bereitstellung, Rückführung, Reinigung, Reparatur – alles aus einer Hand
  • Lager- und Service-Standorte in mehreren europäischen Ländern, die kurze Transportwege ermöglichen
  • Bündelung von Transporten verschiedener Kunden – das reduziert nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern macht das System auch wirtschaftlich tragfähig

Digitale Lieferketten als Reporting-Grundlage

  • Smart Labels mit RFID, DataMatrix, GRAI und IoT für Echtzeit-Tracking
  • myWBG Pooling als Plattform für Buchung, Rückführung und Abrechnung
  • Digitaler Ablieferungsnachweis (P2D) für die papierlose Quittierung
  • Datenbasis, die ab 2030 für die PPWR-Berichterstattung sofort nutzbar ist

Zertifizierungen, die zählen

  • IFS Logistics – Managementsystem auf höchstem Niveau
  • HACCP – Qualitäts- und Hygienemanagement
  • ISO 14001 / 45001 / 50001 – Umwelt, Arbeitsschutz, Energiemanagement
  • Bio-Zertifizierung (DE-ÖKO-006) für Bio-Produktlagerung

Studien-Backup

Die Wirksamkeit unseres Systems ist nicht nur intern dokumentiert, sondern wissenschaftlich belegt:

  • NABU-Studie 2025: durchschnittlich 35 Umläufe pro Mehrwegbehälter, > 90 % Materialeinsparung
  • Fraunhofer-Studie 2025: Mehrweg gewinnt in 14 von 17 untersuchten Kategorien
  • STASA-Studie 2021: 50,5 % Einsparung an Fahrtwegen, 282 t CO₂-Äquivalent gespart
  • SIM Save-Food-Studie: Mehrweg reduziert Lebensmittelverluste durch besseren Produktschutz

 

Fazit: Die PPWR ist Pflicht – aber sie ist auch eine Chance

Die PPWR macht 2030 zu einem harten Stichtag. Aber sie macht ihn nicht zur unangenehmen Überraschung – das Datum steht seit Dezember 2024 fest. Wer jetzt handelt, hat noch fast vier Jahre Vorlauf. Wer 2029 anfängt, hat ein Problem.

Aus unserer Sicht ist das vor allem eines: eine strategische Chance. Mehrweg-Pooling reduziert nicht nur Verpackungsabfälle. Es senkt Transportleerfahrten, schafft Datenbasis für ESG- und CSRD-Reporting, schützt Lebensmittel besser und macht Lieferketten resilienter gegen Materialengpässe. Die PPWR zwingt die Branche zu einem Schritt, den sie aus eigenem Interesse längst hätte gehen können.

Sprechen Sie mit uns

Sie möchten verstehen, was die PPWR konkret für Ihr Unternehmen bedeutet und wie Sie pragmatisch in die Umstellung einsteigen können? Unser Vertriebsteam berät Sie gerne. Termin vereinbaren über wbg-pooling.eu/kontakt oder telefonisch unter +49 5491 9990-0.

Weiterführende Informationen: wbg-pooling.eu/ppwr


Quellen

  • Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle, EUR-Lex (Inkrafttreten 12.08.2026)
  • WBG Pooling – PPWR-Seite: wbg-pooling.eu/ppwr/
  • WBG Pooling – Studien & Zertifikate: wbg-pooling.eu/studien-und-zertifikate/
  • WBG Pooling – Digitale Lieferketten: wbg-pooling.eu/services/digitale-lieferketten/
  • NABU-Studie 2025 – Mehrweg spart Ressourcen
  • Fraunhofer UMSICHT / SIM – Reuse vs. Recycle 2025
  • Stiftung Initiative Mehrweg – Save-Food-Studie
  • STASA GmbH – Wegstreckeneinsparung und Emissionsreduzierung durch optimiertes Pooling, 2021

Hinweis: Die in diesem Beitrag genannten Stichtage, Quoten und Anforderungen beziehen sich auf die Verordnung (EU) 2025/40 in ihrer am 19. Dezember 2024 verabschiedeten Fassung. Konkrete Durchführungsrechtsakte und Berechnungsmethoden werden von der Europäischen Kommission bis 2026/2027 erlassen und können Detailregelungen weiter präzisieren.

WBG Pooling auf der Fruit Logistica 2026: Systemlösungen für die Zukunft

Die Fruit Logistica 2026 in Berlin war für WBG Pooling erneut eine wichtige Plattform für Austausch, Marktimpulse und internationale Vernetzung. Drei Tage lang durften wir zahlreiche Besucherinnen und Besucher an unserem neu designten Stand in Halle 20 begrüßen und intensive Gespräche mit Partnern, Kunden und Interessierten führen.

Fachimpuls im Fresh Produce Forum 

Neben der Präsenz am Stand war ein besonderes Highlight unser Beitrag im Fresh Produce Forum.

Unter dem Titel „Current Landscape for F&V Sector“ präsentierte Saday Flórez (Country Sales Manager ES/PT | Sales Market EU) zentrale Entwicklungen und Herausforderungen im Obst- und Gemüsesektor.

Im Fokus seines Vortrags standen:

  • die regulatorischen Veränderungen durch die PPWR und steigende Anforderungen an Wiederverwendung
  • der wachsende Bedarf an Automatisierung in betrieblichen Abläufen
  • die Rolle von Digitalisierung und eindeutiger Identifikation von Mehrweg-Ladungsträgern
  • der Übergang von linearen Verpackungsmodellen hin zu geschlossenen Kreislaufsystemen

Dabei wurde deutlich: Nachhaltigkeit, Effizienz und Transparenz sind längst strategische Erfolgsfaktoren – keine optionalen Zusatzthemen.

Starker Austausch – klare Zukunftsperspektiven 

Die Messe hat erneut gezeigt, wie dynamisch sich der Markt entwickelt. Regulatorische Rahmenbedingungen, technologische Fortschritte und steigende Anforderungen an die Supply Chain verändern bestehende Strukturen spürbar.

Wir bedanken uns bei allen Besucherinnen und Besuchern für den offenen Austausch und freuen uns darauf, die Impulse aus Berlin in konkrete Projekte zu überführen.

 

Kreislauf statt Verschwendung: Das aktualisierte Leitbild der Runden Group

Die Anforderungen an Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich rasant. Ressourcenknappheit, Abfallmengen und lineare Geschäftsmodelle stellen Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen – und zugleich vor die Chance, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.

Vor diesem Hintergrund hat die Runden Group ihr gruppenweites Leitbild aktualisiert und geschärft. Es bildet den strategischen Rahmen für unsere Arbeit und beschreibt, wofür wir heute stehen – und wohin wir uns gemeinsam entwickeln wollen.

Warum wir unser Leitbild weiterentwickelt haben

Das bisherige Leitbild der Runden Group entstand vor rund dreieinhalb Jahren – zu einem Zeitpunkt, an dem sich unsere Unternehmensgruppe noch in einer ganz anderen Phase befand. Seitdem hat sich viel verändert: Mehrere Tochtergesellschaften sind hinzugekommen, Geschäftsmodelle wurden weiterentwickelt, Marken neu positioniert und Verantwortlichkeiten klarer definiert.

Mit der Einführung von Home of Reuse als Dachmarke haben wir in diesem Jahr zudem einen sichtbaren strategischen Rahmen geschaffen, der unsere gemeinsame Ausrichtung nach außen bündelt. Dadurch wird deutlich, was uns verbindet: der konsequente Fokus auf Wiederverwendung, Ressourcenschonung und funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Unser gemeinsamer Anspruch: Wiederverwendung statt Wegwerflogik

Gänzlich neu haben wir einen Purpose formuliert:

Kreislauf statt Verschwendung. Wiederverwendung statt Müllberge. Mehrweg statt Einweg.

Jährlich entstehen weltweit enorme Mengen an Verpackungsmüll – von Einweg-Plastik bis zu Papier und Pappe. Wertvolle Ressourcen werden verbraucht, Produkte werden nur einmal genutzt und anschließend entsorgt. Diese Wegwerflogik belastet Ökosysteme und gefährdet die Gesundheit von Menschen und Tieren.

Unsere Vision ist eine Welt, in der Ressourcen im Kreislauf gehalten werden und Wiederverwendung selbstverständlich ist.

Unsere Mission beschreibt, wie wir dazu beitragen:
Wir treiben den Wandel von einer Wegwerf- zu einer Wiederverwendungsgesellschaft voran, indem wir Lösungen entwickeln, die Ressourcen schonen, Abfall reduzieren und zugleich wirtschaftlichen Nutzen schaffen. Als verlässlicher Partner für Industrie, Handel und Gesellschaft schaffen wir mit zirkulären Konzepten ökonomischen und ökologischen Mehrwert.

Werte, die unser Handeln leiten

Neben Purpose, Vision und Mission bilden unsere Werte und Prinzipien das Fundament unserer Unternehmenskultur. Sie geben Orientierung im täglichen Handeln – nach innen wie nach außen:

  • Customer Centricity: Wir stellen unsere KundInnen in den Mittelpunkt unseres Handelns, begegnen Ihnen als PartnerInnen im Wandel und treiben gemeinsam Kreislauf-Lösungen voran.
  • Impact: Wir wollen nicht nur handeln, sondern etwas bewegen – mit klaren Prioritäten, einem lösungsorientierten Mindset und messbaren Ergebnissen.
  • Responsibility: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Entscheidungen und handeln stets in Anbetracht ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte.
  • Collaboration: Echter und langfristiger Wandel entsteht, wenn wir gemeinsam handeln – im täglichen Miteinander unserer Belegschaft und in starken Partnerschaften nach außen.  
  • Innovation: Innovation bedeutet für uns, lineare Systeme durch echte Kreislaufwirtschaft zu ersetzen. Wir entwickeln skalierbare Lösungen, die Ressourcen schonen und zugleich wirtschaftliche Vorteile schaffen – effizienter und kostengünstiger als traditionelle Modelle.
  • Transparency: Wir demokratisieren Wissen, gehen offen mit Herausforderungen um und wollen Menschen befähigen, fundierte und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
  • Appreciation: Wir sind der Überzeugung, dass wir den Wert von Menschen und Ressourcen gleichermaßen pflegen und erhalten müssen – wir achten auf die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und fördern die Menschen, die mit uns die Transformation vorantreiben.

Einheit in der Vielfalt

Als Unternehmensgruppe mit unterschiedlichen Gesellschaften und Geschäftsmodellen wissen wir, dass ein übergeordnetes Leitbild nicht jede operative Besonderheit im Detail abbilden kann. Deshalb verfügt jede Gesellschaft der Runden Group zusätzlich über eigene Purpose- und Mission-Statements.

Diese sind spezifisch auf das jeweilige Geschäftsmodell zugeschnitten und beschreiben den individuellen Beitrag zum gemeinsamen Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit den jeweiligen Führungspersonen erarbeitet, bilden sie die Brücke zwischen strategischem Rahmen und täglichem Handeln.

Das aktualisierte Leitbild beschreibt, wer wir heute sind. Gleichzeitig ist es unser Orientierungspunkt für die Zukunft – für strategische Entscheidungen, neue Partnerschaften und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Geschäftsmodelle.

Die Runden Group steht für Wiederverwendung statt Verschwendung.
Für Mehrweg statt Einweg.
Und für die Überzeugung, dass ökologischer Wandel und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind und die gemeinsame Betrachtung dieser Elemente unabdingbar für eine resiliente und zukunftsfähige Wirtschaft ist.

Hier geht es zum ausführlichem Mission Statement.

Cradle to Cradle Institute veröffentlicht Beitrag über WBG Pooling als Vorreiter zirkulärer Mehrweglogistik

Das Cradle to Cradle Institute hat einen umfassenden Beitrag über die WBG-Pooling GmbH & Co. KG veröffentlicht und würdigt darin das Unternehmen als wegweisenden Akteur für echte Kreislaufwirtschaft in der europäischen Lebensmittel-Logistik. Die Publikation beleuchtet die strategische Bedeutung der Mehrweg-Transportverpackungen von WBG Pooling sowie den konsequenten Einsatz des Cradle to Cradle Certified®-Standards zur Förderung von Materialgesundheit, Transparenz und geschlossenen Wertstoffkreisläufen.  

Ganzheitliche Kreislaufwirtschaft über regulatorische Anforderungen hinaus 

Vor dem Hintergrund der neuen EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) zeigt der Beitrag auf, dass WBG Pooling bereits heute weit über die regulatorischen Mindestanforderungen hinausgeht. Während die PPWR vor allem auf Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile fokussiert, setzt WBG Pooling seit Jahren auf echte Wiederverwendung und geschlossene Kreisläufe – ein Ansatz, der die Reduktion von Einwegverpackungen in Lebensmittel-Lieferketten maßgeblich vorantreibt. 

Cradle to Cradle Certified® als strategisches Instrument 

Das Cradle to Cradle Institute hebt zudem hervor, dass WBG Pooling seit 2022 schrittweise sein Produktportfolio nach dem Cradle to Cradle Certified®-Standard zertifiziert. Den Anfang machten die WBG-Pooling-BigBox 1000-Produktfamilie, gefolgt von weiteren Produktgruppen wie den WBG-Pooling-Foldable-Crates oder den WBG-Pooling-Logistic-Pallets. 

Die Zertifizierung unterstützt das Unternehmen insbesondere in folgenden Bereichen: 

  • Sicherstellung geschlossener Materialkreisläufe 
  • Verbesserung der Datenqualität entlang der Lieferkette, speziell auch innerhalb der vorgelagerten Wertschöpfung 
  • Stärkung nachhaltiger Beschaffungsprozesse 
  • Unterstützung bei Nachhaltigkeitsberichterstattung und Finanzratings 

Viele der zertifizierten Produkte sind zudem stapel- und klappbar, was Transportvolumen reduziert und CO₂-Emissionen im Leertransport senkt. 

Pooling-Modell als gelebte Kreislaufwirtschaft 

Der Beitrag unterstreicht, dass Kreislaufwirtschaft bei WBG Pooling nicht als kurzfristige Maßnahme, sondern als grundlegendes Geschäftsmodell verankert ist. Das Pooling-System ermöglicht es Unternehmen, Mehrwegverpackungen flexibel zu nutzen, ohne sie selbst besitzen zu müssen. Dadurch werden Ressourcen geschont, Abfall vermieden und logistische Prozesse effizienter gestaltet. 

Zukunftsorientierte Unternehmensentwicklung 

Wie das Cradle to Cradle Institute berichtet, verfolgt WBG Pooling das Ziel, sämtliche Eigentumsprodukte zertifizieren zu lassen und das europäische Partnernetzwerk weiter auszubauen. Darüber hinaus profitiert das Unternehmen von den EMobilitätslösungen innerhalb ihrer Muttergesellschaft, der Runden Group. 

Der Unternehmenssitz im niedersächsischen Damme dient bereits heute als Beispiel für zukunftsorientierte Infrastruktur: Das Gebäude wird fossilfrei betrieben, arbeitet energieeffizient und ist als Netto-Null-Emissionsstandort mit Ladeinfrastruktur konzipiert. 

Appell an Politik und Wirtschaft 

Der Beitrag weist darauf hin, dass für eine erfolgreiche Transformation hin zu echter Kreislaufwirtschaft stärkere politische Unterstützung und eine breitere Aufklärung über die Vorteile von Mehrwegsystemen erforderlich sind. Aktuelle Förderstrukturen und regulatorische Rahmenbedingungen begünstigen häufig weiterhin Einwegverpackungen, was die Marktdurchdringung zirkulärer Lösungen erschwert. 

Erfahrungen aus der Praxis 

Die im Artikel zitierten Verantwortlichen bei WBG Pooling betonen, dass Unternehmen keine vollständige Datentransparenz mitbringen müssen, um mit Cradle to Cradle Certified® zu starten. Die Zertifizierung bietet eine klare Struktur, erleichtert den Einstieg und zeigt bei jeder Rezertifizierung neue Optimierungspotenziale auf.

Den vollständigen Beitrag des Cradle to Cradle Instituts finden Sie hier:
WBG-Pooling GmbH & Co. KG: Pioneering circularity in food logistics – Cradle to Cradle Products Innovation Institute

Der ESG Summit 2025 – “Built on trust. Driven by insight. Focused on impact”


Am 26. November 2025 hatten Lisa Runden und Saralena Gülker aus dem Sustainability Management der 
Runden Group die Gelegenheit, am dritten ESG Summit der EUPD Group im historischen Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg bei Bonn teilzunehmen.  Die Veranstaltung war Teil der European Sustainability Week und bot eine einzigartige Plattform für den Austausch zu den drängendsten Themen rund um alle aktuellen Environmental, Social und Governance (ESG) Thematiken.  

Der Klimawandel kennt kein „stop the clock“
Fehlende Planungssicherheit aufgrund wechselnder regulatorischer Anforderungen, einem Narrativ-Wechsel in der Politik und sinkender Wertschätzung für das abgenutzte Buzzword „Nachhaltigkeit“ in der öffentlichen Debatte – die Entwicklungen dieses Jahres machen es innovativen Unternehmen, die zur Transformation der Wirtschaft beitragen wollen, nicht unbedingt leicht. Der ESG Summit 2025 brachte führende ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um gemeinsam über Lösungen für diese aktuellen Herausforderungen zu diskutieren und darüber hinaus zu zeigen, dass Innovatorinnen und Innovatoren nun mehr denn je gebraucht werden.  

„There are no uncertainties – we have to make decisions” 

Die Eröffnungsrede von Ralph Thurm von r3.0 stellte die Frage, wie wir den Übergang von „Sustainability-as-is“ hin zu „Regeneration-as-needed“ schaffen können. 
Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg betonte in ihrer Keynote die Bedeutung von Ehrlichkeit in der Nachhaltigkeitskommunikation – „Impact over Image“ war ihr klares Credo. 
Neben den Keynotes gab es diverse Break Out Sessions, die sich auf spezifische Themenblöcke fokussierten. 
Diese Sessions deckten ein breites Spektrum ab: 

  • Finance at a Turning Point: Risiken und Chancen im ESG-Kontext 
  • Standards in Motion: Reporting und Governance 
  • Transformation from Within: Strategie und soziale Verantwortung 
  • From Data to Impact: KI und digitale Transformation 
  • Powering the Transition: Energie und Industrie 
  • Shifting the System: Klimaanpassung und Resilienz 

Ein besonderes Highlight waren die Beiträge von Robert Habeck, dem ehemaligen Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Beim Stakeholder Roundtable „Decarbonizing Europe’s Industry – the real cost of uncertainty” vertrat er eine klare Haltung: “There are no uncertainties. If we don’t make decisions we are lost. We have to decide and it’s okay to make mistakes along the way. But we have to decide otherwise we are lost.”
In seiner Closing Keynote machte er allen ÜberzeugungstäterInnen zudem Mut angesichts des aktuellen Narrativ-Wechsels. Die Daten, die im Zuge von Nachhaltigkeitsmanagement erarbeitet wurden, seien ebenfalls wertvolle Daten die für die nötige Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden können – wenn innovative Unternehmen hier weitermachen, eigene Technologien, Produkte oder neue Standards entwickeln, dann sei das auch nachhaltig. Es lohne sich allemal, weiterzumachen. 

Der ESG Transparency Award 
Neben den vielen Impulsen wurde die Runden Group für ihre Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung geehrt und bekam den ESG Transparency Award überreicht. Dieser honoriert Unternehmen, die bereits zukunftsweisende Nachhaltigkeitskonzepte in ihrem Unternehmen verankert haben und diese transparent innerhalb der Berichterstattung kommunizieren. Die PreisträgerInnen beweisen allesamt, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit keine Gegensätze, sondern Erfolgsstrategien für eine lebenswerte Zukunft sind. Hier hat die Runden Group direkt beim ersten Mal das höchste Bewertungslevel, die Exzellenz-Stufe, erreicht und hat sich bereits für das Bewertungs-Committee im kommenden Jahr beworben.

Jetzt online: Der neue Nachhaltigkeitsbericht der Runden Group

Wer sich zukunftsfähig aufstellen will, der kann Environment-, Social- und Governance-(ESG-)Themen nicht außer Acht lassen.
Die Wirtschaft, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, hat der Welt Rohstoffknappheiten, das Reißen planetarer Grenzen und Abfallberge beschert.

Dass Kreislaufwirtschaft ein probater Ansatz ist, um eine Trendwende für unseren Planeten einzuläuten, stellte die Runden Group bereits in ihrem ersten Nachhaltigkeitsbericht 2023 fest; damals noch erarbeitet nach den Standards der Global Reporting Initiative.

Zwei Jahre später hat sich einiges getan; nicht nur bei der Runden Group, sondern auch inHinblick auf die gesamtgesellschaftliche Lage.
Wir verzeichnen laufend die wärmsten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Immer mehr Regionen sind von Extremwetterlagen betroffen oder auch Wasserstress ausgesetzt.
Zeitgleich bricht der Omnibus-Vorschlag der EU-Kommission Anfang 2025 die transparente und verbindliche Nachhaltigkeitsberichterstattungspflicht für etliche europäische Unternehmen auf.
Jene gesetzliche Pflicht, die das Potenzial hatte, eine wirtschaftliche Transformation zu fördern.

Umso wichtiger ist es, dass die Runden Group sich trotz wegfallender Verpflichtung für die Berichterstattung gemäß European Sustainability Reporting Standards (ESRS) positioniert und diese umsetzt.
Transparenz und messbare Fortschritte sowie die zugehörige Datengrundlage dazu sind die Basis für eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie.
Ohne die zu berichtenden Kennzahlen gäbe es keinen Maßnahmenkatalog, keine realistischen Zielformulierungen und auch keine übergeordnete Vision.
Unsere ESG-Leistung ist nicht nur auf EU-Ebene vergleichbar, sondern bietet auch unseren GeschäftspartnerInnen eine verlässliche Grundlage im Kontext der Corporate SustainabilityReporting Directive (CSRD).

Was ist neu in diesem Jahr?

  1. Zwei Formate, ein Ziel: Erstmals gibt es den Bericht in einer kompakten Kurzversion und einer detaillierten Langversion. Die Kurzversion bietet einen übersichtlichen Einstieg mit den wichtigsten Fakten und Meilensteinen des Berichtsjahrs 2024. Die Langversion mit allen vertiefenden Analysen und Daten steht allen Interessierten nach einer Mail-Registrierung zur Verfügung.
  2. Unsere Leitlinie „Redefining economics“: Im Zuge dieses Berichts haben wir auch unsere erste umfassende ESG-Strategie verabschiedet. Hier wird definiert, wie wir ökonomischen und ökologischen Erfolg vereinen wollen.
    Für uns bedeutet „Nachhaltigkeit“ ein Umdenken: von einer linearen Wegwerfgesellschaft hin zu einer zirkulären „Reuse“-Gesellschaft.
  3. Gebündelte Ziele im SDG-Dashboard: Unser Dashboard mit den konkreten Zielen und Maßnahmen haben wir ebenfalls aktualisiert. Es vereint nun unsere Nachhaltigkeitsziele und die Anforderungen unserer ISO-Zertifizierungen an einem zentralen Ort.
  4. Tiefe Einblicke durch Szenarioanalysen: Die Langversion enthält umfangreiche Analysen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Regionen, zu planetaren Grenzen und zu diversen Rohstoffen.
  5. Fundiert durch Forschung: Wir haben intensiv in fundierte Recherche investiert. Im Quellenverzeichnis finden sich spannende Studien – ob zu den Auswirkungen des Klimawandels oder zum Thema Elektromobilität.


Für uns ist „the future is circular” deutlich mehr als ein weiterer Nachhaltigkeitsbericht. Er ist die Grundlage für die strategische Ausrichtung. Er ist ein wichtiges Kommunikationstool zur Aufklärungsarbeit. Er ist ein Bekenntnis zu ambitionierten Anstrengungen im ESG-Bereich. Er ist der Kompass für unsere Optimierungspotenziale. Und er ist der Motivator für alle weiteren Aktivitäten.

Sie möchten mehr erfahren?

Hier geht’s zum:

Spannung, Teamgeist und Einblicke – Die Runden Derby Days am 2. August in Damme-Osterfeine

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr lädt die Runden Group auch 2025 wieder zu den Runden Derby Days ein. Am Samstag, den 2. August, öffnet die Sportanlage des SW Osterfeine ihre Türen für packende Jugendfußball-Derbys – und direkt nebenan öffnet die Runden Group ihre Türen für alle, die einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten.

Im Mittelpunkt des Tages stehen spannende Begegnungen lokaler Jugendmannschaften: SW Osterfeine, JSG Holdorf-Dinklage-Langenberg, RW Damme und JSG Steinfeld-Mühlen-Kroge treten gegeneinander an. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf mitreißende Spiele, sportlichen Ehrgeiz und eine ausgelassene Atmosphäre freuen.

Parallel dazu lädt die Runden Group von 13 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Besucherinnen und Besucher können das Unternehmen erkunden, spannende Einblicke gewinnen und sich bei Kaffee und Kuchen stärken – mit direktem Blick auf das Spielfeld. Der Erlös vom Kauf von Kaffee und Kuchen wird an Sportler gegen Hunger gespendet.

Im „Home of Reuse“ wartet zudem ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen. Die Siegerehrung der Turniere findet im Anschluss an die Spiele direkt auf dem Runden Campus statt.

Den krönenden Abschluss bildet ab 19 Uhr die Aftershowparty auf dem Gelände der Runden Group – ein geselliges Beisammensein für alle, die den Tag gemeinsam ausklingen lassen möchten. Auch hier gehen die Erlöse komplett an Sportler gegen Hunger.

Mit den Runden Derby Days bringt die Runden Group Menschen aus der Region zusammen – und schafft eine einzigartige Verbindung aus Sport, Offenheit und Gemeinschaft.

WBG Pooling und die Packaging & Packaging Waste Regulation: Wie der Einsatz von Mehrweg EU-Ziele erfüllt 

Die Menge an Verpackungsabfällen in der EU steigt stetig: Von 66 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf 84 Millionen Tonnen im Jahr 2021. Das entspricht pro Kopf fast 190 Kilogramm Verpackungsmüll pro Jahr 

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Europäische Union mit der neuen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) strenge Vorgaben beschlossen. Die Verordnung zielt darauf ab, Verpackungsmüll zu reduzieren, Mehrweglösungen zu fördern und Recyclingquoten zu erhöhen. 

Mit dieser neuen Verordnung setzt die EU klare Ziele für die kommenden Jahre: 

  • Reduktion des Verpackungsmülls pro Kopf mit spezifischen Zielen für bestimmte Sektoren (z. B. Einwegverpackungen im Gastronomiebereich) 
  • Verringerung von Kunststoffverpackungsmüll, insbesondere durch Rezyklatquoten, Verbote bestimmter Einwegkunststoffe und Förderung von Mehrwegverpackungen 
  • Mindestvorgaben für den Rezyklatanteil in Kunststoffverpackungen 
  • Erhöhung der Recyclingquoten für Verpackungsabfälle 
  • Förderung von Mehrwegtransportverpackungen mit festen Zielvorgaben, konkrete Quoten sind vorgesehen (z. B. 10 % Mehrweganteil im Onlinehandel bis 2030) 

Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, der sowohl im European Green Deal als auch im Green Deal Industrial Plan verankert ist. Das Ziel: Eine dekarbonisierte Wirtschaft bis 2050. Der Green Deal Industrial Plan ist ein Teil dieser Strategie und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu beschleunigen. 

WBG Pooling: Nachhaltigkeit in Aktion 

Die Verpackungsbranche steht durch diese neuen Vorgaben vor großen Herausforderungen – doch für WBG Pooling ist die Kreislaufwirtschaft seit Jahren gelebte Praxis. Als Spezialist für Mehrwegtransportverpackungen ermöglichen wir unseren Kunden bereits seit Jahren nachhaltige Lösungen, die Verpackungsmüll vermeiden und Ressourcen schonen. 

Unsere Pooling-Systeme sind auf Wiederverwendung und Kreislauffähigkeit ausgerichtet. Unsere WBG Pooling Foldable Crates black sowie unsere WBG Pooling BigBox 1000 Serie haben wir bereits erfolgreich nach Cradle to Cradle zertifizieren lassen. Unser Ziel bis Mitte 2025 ist es, auch unsere WBG Pooling Paletten Cradle to Cradle® zertifizieren zu lassen. Durch standardisierte, robuste und langlebige Mehrwegverpackungen reduzieren wir den Bedarf an Einwegverpackungen drastisch. Das spart nicht nur Material und Kosten, sondern sorgt auch für eine nachhaltigere Lieferkette. 

Ein wichtiger Bestandteil der PPWR ist zudem die Rückverfolgbarkeit von Verpackungen durch sogenannte Smart Labels. Diese intelligenten Kennzeichnungssysteme ermöglichen es, jede Verpackung eindeutig zu identifizieren und ihre Nutzung sowie ihren Standort entlang der gesamten Lieferkette nachzuverfolgen. WBG Pooling setzt bereits heute auf innovative Technologien zur digitalen Rückverfolgbarkeit und Transparenz, um Verpackungen „einen Namen zu geben“. So erfüllen wir nicht nur die Anforderungen der PPWR, sondern bieten unseren Kunden zusätzlich klare Vorteile durch verbesserte Effizienz, vereinfachtes Handling und transparente Nachhaltigkeitsnachweise. 

Politisches Engagement für nachhaltige Lösungen 

WBG Pooling und die Runden Group setzen sich aktiv dafür ein, die Wiederverwendung von Verpackungen auf europäischer Ebene voranzutreiben. Wir sind in mehreren europäischen Netzwerken aktiv, darunter Reusable Packaging Europe (RPE). In diesen Initiativen arbeiten wir mit anderen Unternehmen zusammen, um mit politischen Entscheidungsträgern in Brüssel in den wichtigen Dialog zu treten und unsere Erfahrungen aus der Praxis einzubringen. So möchten wir gesetzlichen Rahmenbedingungen für Mehrwegverpackungen mitgestalten und stetig verbessern. 

Auf nationaler Ebene engagieren wir uns seit vielen Jahren in der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM). Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut liefern wir fundierte Daten zur Umweltfreundlichkeit von Mehrweglösungen – ein wichtiger Baustein für eine faktenbasierte Gesetzgebung. 

Zukunft gestalten: Mehrweg als Standard 

Die PPWR-Verordnung zeigt, dass die EU die Kreislaufwirtschaft ernst nimmt. Doch gesetzliche Vorgaben allein reichen nicht aus – es braucht Unternehmen, die diese Ziele aktiv umsetzen. WBG Pooling ist stolz darauf, diesen Wandel mitzugestalten. 

Mit innovativen Pooling-Systemen, nachhaltigen Mehrwegverpackungen und starkem politischem Engagement leisten wir unseren Beitrag für eine umweltfreundlichere Zukunft. Gemeinsam mit unseren Kunden, Partnern und politischen Akteuren arbeiten wir daran, die Wiederverwendung von Verpackungen als Standard in der Logistik zu etablieren. Denn eine nachhaltige Zukunft beginnt mit den richtigen Verpackungslösungen – und die gibt es bei WBG Pooling schon heute. 

Mehr erfahren? Unser Nachhaltigkeitsbericht steht zum Download bereit! 

 

 

 

Besuch der IGeHo: Zukunft nachhaltig gestalten

Am 20. März durfte die Runden Group Mitglieder der Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo) bei PLANWORKS in Steinfeld willkommen heißen. Im Rahmen der Aktion #igehobesucht erhielten die Gäste Einblicke in zwei Unternehmen der Gruppe – PLANWORKS und WBG Pooling – und in unsere Unternehmensphilosophie, die Nachhaltigkeit konsequent lebt. 

Einblicke in zwei starke Unternehmen 

Werner von Lehmden gab den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die Arbeit von PLANWORKS, der Spezialist für ökologisches gewerbliches Bauen und Sanieren innerhalb der Runden Group. Das Unternehmen entwickelt Immobilien, die den steigenden Anforderungen an Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung gerecht werden.  

Sie sind auch dafür verantwortlich, dass die neuen Räumlichkeiten der WBG Pooling in Osterfeine green und smart sind. Sie haben unseren Standort energetisch effizient und zukunftssicher geplant, uns digital vernetzt und dafür gesorgt, dass Bau und Betrieb ressourcenschonend sind. PLANWORKS hat unser Gebäude ganzheitlich gedacht – von der Materialwahl bis zur intelligenten Steuerung technischer Systeme. So entstand eine hochmoderne Arbeitsumgebung, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich nachhaltig zugleich ist. 

Anschließend stellte Thomas Frilling die Arbeit von WBG Pooling vor. Interessiert lauschte die Interessensgemeinschaft, wie wir europaweit im Bereich der Mehrwegtransportverpackungen aktiv sind, nachhaltige Logistiklösungen auf Industrieebene bieten und Ressourcenschonung und Effizienz dabei in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Wirkens stellen. 

Wir bieten intelligente Poolingsysteme für Mehrwegtransportverpackungen, die mehrfach genutzt, aufbereitet und wieder in den Umlauf gebracht werden können. Dafür haben wir bereits unsere WBG Pooling Foldable Crates black sowie unsere WBG Pooling BigBox 1000 Serie erfolgreich nach Cradle to Cradle zertifizieren lassen, unsere WBG Pooling Paletten sollen bis Mitte 2025 folgen. Dieser zirkuläre Ansatz reduziert nicht nur Einwegmüll, sondern spart auch CO₂-Emissionen und Rohstoffe – ein echtes Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Praxis und unser aktiver Beitrag zu den Zielen des EU Industrial Green Deal. 

Nachhaltigkeit als Grundprinzip 

Was PLANWORKS und WBG Pooling verbindet – neben der Zugehörigkeit zur Runden Group – ist ein gemeinsames Wertefundament: Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine Haltung. Sie zieht sich als roter Faden durch die Arbeit aller neun Gesellschaften der Runden Group. Die Orientierung am EU Green Deal ist dabei nicht nur Maßstab, sondern Ansporn, als Unternehmensgruppe Vorreiter für zukunftsfähiges Wirtschaften zu sein.  

PLANWORKS zahlt in den Bereichen Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und Digitalisierung im Bauwesen unmittelbar auf die Ziele des EU Industrial Green Deal ein, indem das Unternehmen Immobilien entwickelt, die energieeffizient, kreislauffähig und digital steuerbar sind. 

WBG Pooling wiederum fördert mit seinen nachhaltigen Mehrwegverpackungssystemen eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Logistiksektor – ebenfalls ein zentrales Handlungsfeld des Green Deal. Durch den gezielten Aufbau von Rücknahme- und Reinigungssystemen sowie einem datenbasierten Pooling werden Transportverpackungen optimal genutzt, Abfälle reduziert und CO₂ eingespart. So leisten beide Unternehmen auf ganz praktische Weise ihren Beitrag zu einem klimaneutralen, ressourcenschonenden und wettbewerbsfähigen Europa. 

Auch die IGeHo teilt diese Überzeugung. „Schließlich ist Nachhaltigkeit auch eines unserer Kernthemen, das wir bei all unseren Aktivitäten und Überlegungen immer mitdenken“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Deters. 

Ein inspirierender Austausch 

Der Besuch war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Interesse und einem wertvollen Dialog auf Augenhöhe. Für uns war es eine willkommene Gelegenheit, nicht nur Einblicke in die eigene Arbeit zu geben, sondern auch Impulse aus dem lokalen Netzwerk mitzunehmen. 

Wir bedanken uns herzlich bei der IGeHo für das Interesse und den inspirierenden Austausch – und freuen uns auf die nächsten Gelegenheiten, gemeinsam Zukunft nachhaltig zu gestalten. 

 

Die Bedeutung von Cradle to Cradle® in der Logistik

Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit – besonders in der Logistik. Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre Lieferketten umweltfreundlicher zu gestalten. Eine echte und konsequent umgesetzte Kreislaufwirtschaft könnte die Lösung sein.  

 

Klarheit dank Zertifizierung 

Wie können Außenstehende zuverlässig erkennen, ob ein Unternehmen nach diesem Prinzip arbeitet? Die Cradle to Cradle® Zertifizierung bietet zuverlässige Klarheit. Übersetzt bedeutet das so viel wie “von der Wiege zu Wiege” und bringt das Bestreben zum Ausdruck, den Kreislauf vom Ursprung zum Ursprung zu schließen. Die Zertifizierung setzt hohe Qualitätsmaßstäbe und verfolgt das Ziel, Produkte so zu gestalten, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwertet oder gefahrlos in biologische Kreisläufe überführt werden können. Dafür müssen alle Inhaltsstoffe unbedenklich sein. 

Cradle to Cradle® setzt neue Maßstäbe und geht dabei über klassischen Umweltschutz hinaus: Es geht um Ressourcenschonung, Energieeinsparungen und Abfallvermeidung. Die Idee ist nicht nur, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern vielmehr einen positiven Beitrag zur Umwelt zu leisten. 

 Für die offizielle Zertifizierung als Cradle to Cradle® gelten fünf Kategorien: 

  1. Materialgesundheit 
  2. Kreislauffähigkeit der Produkte 
  3. Erneuerbare Energien und CO₂-Minimierung 
  4. Verantwortungsbewusstes Wassermanagement 
  5. Soziale Verantwortung in der gesamten Lieferkette. 

 

C2C-Produkte von WBG Pooling 

WBG Pooling setzt auf nachhaltige Mehrwegtransportverpackungen. Obwohl Cradle to Cradle® bislang nicht verpflichtend ist, haben wir schon mehrere Produkte erfolgreich zertifizieren lassen. Wir haben bereits unsere WBG Pooling Foldable Crates black sowie unsere WBG Pooling BigBox 1000 Serie erfolgreich nach Cradle to Cradle zertifizieren lassen. Unser Ziel bis Mitte 2025 ist es, auch unsere WBG Pooling Paletten Cradle to Cradle® zertifizieren zu lassen. 

Unsere zertifizierten Transportverpackungen sind so konstruiert, dass sie über viele Nutzungszyklen hinweg verwendet werden können. Sie lassen sich mehrfach reparieren, ohne an Stabilität zu verlieren. Ist das Produkt am Ende seines Lebenszyklus angekommen, wird das Material recycelt, aufbereitet und für die Produktion neuer Mehrwegtransportverpackungen genutzt. So entsteht ein geschlossener Materi alkreislauf. 

Weitere Informationen zu Cradle to Cradle® und seinen Zertifizierungskriterien finden Sie auf der Website der EPEA (www.epea.com). Dort erhalten Sie detaillierte Einblicke in die Anforderungen und Vorteile dieses zukunftsweisenden Konzepts.